Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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dünner und leichter werdend, nach den vier Pfoſten eines alten Gitterwerks fort, welches den Roſengarten nur zum Schein umſchloß, da die Eingänge deſſelben, nachdem die Thüren längſt zertrümmert und beſeitigt waren, Tag und Nacht den Beſuchenden von allen Seiten offen ſtaͤnden. So übertünchte und verſchönerte die Natur in Verbindung mit ihrer Lieblingstochter, der Kunſt, einen Ort, dem das Handwerk minder wohlgewollt hatte, ja, den es beinahe vergeſſen zu haben ſchien, und gerade weil die Lücken und Spalten des Ganzen durch den reichlichen Blätterſchmuck nicht ſo leicht zu Tage traten, hatte man verabſäumt, dem Gebäude des Gärtners die Rückſicht widerfahren zu laſſen, welche ſonſt wohl auf die übrigen Dienſtwoh⸗ nungen der fürſtlichen Beamten verwandt wurde.*

Rings um meiner Eltern Haus nun, allmälig berganſteigend bis zum Schloßplateau hinauf, zog ſich, wie geſagt, der Blumengarten, weniger jedoch be⸗ ſtimmt, um den Hofleuten einen angenehmen Aufent⸗ halt oder Gelegenheit zu Spaziergängen zu bieten, als um im Sommer zur Vorrathskammer der Ge⸗ wächſe und Blumen zu dienen, die, je nach der Jahres⸗ zeit, nach der oberſten Terraſſe wanderten und die nͤcſte Umgebung. des fürf ſtlichen Sühloſſes ſchmtten,