ſchehen war und was noch durch mich geſchehen ſollte, als ein ziemlich klares Bild vor meiner Phantaſte. Aber wie genau ich mir auch alle Einzelnheiten wiederholte und dadurch meinen Geiſt in ein lichteres, günſtigeres Feld der Thätigkeit verſetzte— mein Ge⸗ müth fühlte keine große Erleichterung dabei. Ich ſah mich in ein Labyrinth unmenſchlicher Leldenſchaften gewaltſam verſtrickt, in deſſen unwirthbare Mitte hin⸗ eingeſtoßen und zu eigener entſchiedener Handlung ge⸗ zwungen, ich mich kaum kräftig und geſchickt genug fühlte, das erſehnte Ende glücklich und zur Zufrieden⸗ heit aller dabei Betheiligten erreichen zu können. Günſtigerweiſe indeſſen trat dieſem Uebelſtande nach einigen Tagen der Bewegung und des Nachden⸗ jens mein glückliches Naturell und die individuelle Richtung meines Geiſtes ſiegreich gegenüber. Von frühſter Jugend an durch Erziehung und lebhafte Nei⸗ gung meines Herzens geleitet, war ich dem geheimen Schaffen und Wirken der Natur leidenſchaftlich zuge⸗ than. In früheren T Tagen Schwärmer, in ſpäteren treuer Beobachter, wax ich durch fleißiges Studium mit den wun nderbaren und erheiternden Geheimniſſen der Natur vertraut, und einmal in ihre Wunder ein⸗ geweiht, hatte ich mich längſt gewöhnt, den geheim⸗ nißvollen Zauber ihres göttlichen Athems auf mich
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