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gen ihres ſanften, jedes Herz gewinnenden Weſens die ſanfte Emmy genannt.
Das neben ihr ſitzende zwanzigjährige Mädchen rief, wenn man ſie mit Emmy verglich und obgleich ſie ebenfalls blond war, einen ganz entgegengeſetzten Eindruck hervor. Ihr dunkles, glänzendes Auge mit dem lebhaften Blicke und ihr heiteres, ich möchte ſa⸗ gen ſtets lächelndes und tanzendes Weſen verrieth einen regſamen Geiſt und ein glückliches ſanguiniſches Tem⸗ perament. Sie hatte außerordentlich ſchöne Arme und Hände und dieſe waren in ſteter anmuthiger Bewe⸗ gung, wie ihre ſchwellenden Lippen, zwei kleine Rei⸗ hen Zähne von der vollkommenſten Schönheit nur ſel⸗ ten verbergend, ſich in beſtändig ſcherzhafter Redſelig⸗ keit öffneten.
Mary Blackſtone war die Tochter eines armen Landgeiſtlichen bei Dover, und, ohne Anſpruch auf irgend andre Lebensgüter, hatte ſie allein von frühſter Jugend an eine vortreffliche Erziehung genoſſen, die bei ihrem ungewöhnlich klaren Geiſte und ſchneller Auff faſſungsgabe die herrlichſten Früchte zu tragen verhieß
Wie viele ihres Gleichen von geringen Leten ausſtchten, war ſie von ihrem braven und geiſtreiche. Vater zur Erzieherin vornehmer Kinder gebildet mor⸗. den, und dieſer hatte auch bald das Glück 3


