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ten nachkommend, legte ſich mit einem Eifer, der als etwas Verbotenes nur um ſo wärmer getrieben wurde, auf die Kunſt, ſo daß er, nach Beendigung ſeiner theologiſchen Studien, und nachdem er einige heim⸗ liche Kunſtreiſen gemacht, als vollendeter Schauſpieler zurückkehrte. In ſeiner Vaterſtadt angelangt, wo ein ſte⸗ hendes Theater war, beſchloß er, ſogleich ſeine Landsleute und vor Allen ſeinen unzufriedenen Vater von ſeinen Talenten zu überzeugen und ihn auf dieſe Weiſe zur endlichen Erfüllung ſeiner künſtleriſchen Wünſche zu nöthigen.
Es wurde gerade Hamlet gegeben und er über⸗ nahm ſeine Lieblingsrolle, die Titelrolle. Aber der Vater, im Stillen von dieſen Vorgängen unterrich⸗ tet und dadurch aufs Aeußerſte gebracht, berieth ſich mit ſeinen theologiſch geſinnten Freunden, auf welche Weiſe man den ungerathenen Sohn am nachdrücklich⸗ ſten von ſeinem Irrwege ablenken könne. Und man beſchloß in vortrefflicher Gemeinſchaft und in Kennt⸗ niß der feinen Organiſation des Unglücklichen, ihn lächerlich zu machen. Bekanntlich aber iſt füͤr ge⸗ wiſſe Naturen dieſe Procedur eine bei weitem ſchrecklichere und unerträglichere Strafe, als ſogar eine öffentliche Be⸗ ſchimpfung. Und mit dieſer Natur war der liebensmürdige und talentvolle junge Mann unglücklicherweiſe bezabt.


