Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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des Tiſches neben einander ſaßen, langten nun zwar auch zu, aber ihre Aufmerkſamkeit war doch mehr auf die Gäſte als das Frühſtück gerichtet, was bei den Schiffern gerade umgekehrt der Fall war. Dieſe Letz⸗ teren ließen die gaſtliche Aufforderung denn auch nicht vergebens geſprochen ſein, im Gegentheil, ſie machten ſich mit einem Eifer über die Kaffeekannen her und beſtrichen ihre großen Schnitten feinen Roggenbrodes mit anſehnlichen Stücken friſcheſter Butter, daß man ſeine Freude an ihrem Appetite haben konnte, der da⸗ durch nicht abgenommen zu haben ſchien, daß ſie ſchon zu Hauſe ihr gewöhnliches Frühſtück eingenommen hat⸗ ten. Zehn Minuten lang herrſchte ein faſt vollkom⸗ menes Schweigen in der zahlreichen Verſammlung und nur bisweilen ließ ſich hier ein Räuspern und dort ein Seufzer des Wohlbehagens unter den Speiſenden vernehmen. Wo der Inhalt der eben noch ſo vollen Kaffeekannen und der überreiche Vorrath der Schüſſeln mit Backwerk und Butter blieb, erſchien den anweſen⸗ den Städtern faſt ein Räthſel, und trotzdem die Män⸗ ner äußerſt langſam und bedächtig kauten, verſchwand dennoch Alles mit einer fabelhaften Geſchwindigkeit, ſo daß man daraus hätte ſchließen mögen, ſie beeilten ſich nur deshalb ſo ſehr, um deſto raſcher zu der Mit⸗ theilung des Wirthes zu kommen.

Die Inſulaner. III. 23