Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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ſeidene Tücher und ihre mit rothen Bändern umwun⸗ denen Strohhüte hielten ſie in der linken Hand, die Rechte ſchon zum Handſchlag bereit haltend, mit dem ſie, bei dem Wirthe beginnend, der Reihe nach zu allen Verſammelten herumgingen und ihnen die Hände mit einer Herzlichkeit ſchüttelten, daß die Gelenke krachten.

Nachdem dieſe erſte Begrüßung nach altem Brauch und mit dem gehörigen Nachdruck ausgetauſcht, lud der Wirth die Freunde und Nachbarn zum Sitzen ein, und nachdem ſie ihre Hüte bei Seite gelegt, ſetzten ſie ſich der Reihe nach neben einander, die beiden Aelteſten

aauf den Sopha, die anderen zu beiden Seiten an den

lang zuſammengereihten Tiſchen, worauf dann Herr von der Oehe mit ſeinen übrigen Gäſten folgte. Kaum hatten ſie aber Platz genommen, ſo öffnete ſich die Thür und drei wohlgeputzte Mägde, Metke an der Spitze, traten mit glühenden Wangen herein, unge⸗ heure Kannen mit Kaffee und fetter Milch auf den Tiſch ſetzend, denen ſie gewaltige Schüſſeln mit friſchem Backwerk beifügten.

„Wir wollen zuerſt einen Imbiß nehmen,“ begann Herr von der Oehe mit tönender Stimme,„damit uns die Arbeit nachher nicht träge findet. So greifet denn Alle zu und Jeder mache es ſich mundgerecht nach Belieben.“ Unſre drei Künſtlerfreunde, die an dem einen Ende