Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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nun in das Schlafzimmer ihres Wirthes, den ſie ganz gegen alle Gewohnheit noch im feſten Schlafe vorfan⸗ den. Sobald er aber die Thür knarren hörte, wachte er auf und blickte, kaum halb munter, verwundert ſeine Freunde an, die er ſchon völlig in Tageskleidung vor ſeinem Bette ſtehen ſah.

„Na,“ rief er, ſich ein wenig aufrichtend,„was iſt denn los, daß Ihr mich weckt, he? Oder habe ich mich verſchlafen— wie?“

„Es ſcheint beinahe ſo, alter Herr,“ nahm der Grünthaler Freund das Wort,„es iſt ſchon halb Fünf, wir ſind bereits lange munter und ich bin ſogar ſchon am Steinort geweſen.“

„Nun? Es giebt doch nichts Neues dort?“ fragte der alte Herr, ſich wieder zurücklegend und die ver⸗ ſchlafenen Augen reibend.

„Neues giebt es alle Tage, und das Neueſte iſt, daß ein recht hübſcher Südweſtſturm dieſe Nacht getobt hat.“

Der alte Herr lachte herzlich.„Ich muß gut ge⸗ ſchlafen haben,“ ſagte er dann,„ich habe keine Ahnung

davon gehabt.“

„Aber was iſt denn darüber zu lachen?“ verſetzte Alfred Brunſt mit ironiſchem Lächeln.„Du vwirſt nicht lachen, wenn wir Dir mittheilen werden, was uns heute bevorſteht.“