Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Herr von der Oehe warf nur einen Blick auf den Redenden, dann auf den ſchweigend daneben ſtehen⸗ den Melms und glaubte in Beider Augen in der That den geheimnißvollen Ausdruck eines ernſten Ereigniſſes zu leſen.„Halloh!“ rief er und ſprang aus dem Bette.„Iſt doch etwas vorgefallen, was Ihr mir zum Frühſtück auftiſchen wollt?“

„Allerdings iſt etwas vorgefallen, alter Herr, aber erſt zieh Dir nur die Strümpfe an, damit Du Dir keinen Schnupfen holſt.“

Herr von der Oehe warf ſich milner Haſt in die Kleider, daß er ſich zehnmal vergriff und das 1 Unterſte zuoberſt kehrte, was ſogar den ernſten Melms zum Lachen brachte.„Aber ſo ſagt mir doch, was es giebt?“ rief er endlich mit dröhnender Stimme.„Ich verſtehe Euch diesmal nicht.“

„Zieh Dich erſt fertig an und dann werde ich un⸗ ſern Kaffee in Dein Vorderzimmer bringen laſſen. Wir wollen zuſammen frühſtücken und dabei ſollſt Du † etwas hören, was Dir gewiß nicht unangenehm ſein

wird. Hoffentlich läſſeſt Du noch heute die Kriegs⸗ trompete erſchallen, denn der Feind iſt da— wie nennt das doch der Lateiner? Du biſt ja ſo ein alter Heide, daß Du die Sprache verſtehen mußt.“ „Haha!“ lachte der alte Herr, halbangekleidet im