Herr Brunſt, wovon Sie ſich ja ſelbſt überzeugen können.“
„Es iſt gut, Alter,“ entgegnete ihm Alfred Brunſt. „Nun geht nach Hauſe und laßt Euch einen warmen Kaffee geben, die Leute ſind ſchon munter. Hoffent⸗ lich iſt es eine der letzten Nächte geweſen, die Ihr ſo traurig zugebracht habt; aber wenn uns der Fang gelingt, den wir vorhaben, ſoll die Belohnung keine geringe ſein, verlaßt Euch darauf.“—
„O, o, Herr Brunſt, ich verlange keine andere Belohnung, als daß es mir vergönnt iſt, den Kerl— Sie wiſſen ſchon, wen ich meine— noch einmal hier auf dem Trockenen zu haben und ihn den Händen der Gerichte überliefert zu ſehen. Das wäre ein Glück in meinen alten Tagen, das ich mir wahrhaftig
ſelbſt in meiner Jugend nicht habe träumen laſſen!“
Alfred Brunſt ſchlug mit ihm den Weg nach dem Herrenhauſe ein, da jetzt die Sonne aufging und die Arbeiter aus dem Gehöft auf das Feld heraustraten. „Haltet Euch im Hauſe, Alter,“ ſagte Herr Brunſt zuletzt,„in kurzer Zeit werden wir Euch brauchen und Ihr ſollt an der Berathung Theil nehmen, die wir Alle zuſammen abhalten wollen.“
Als Alfred Brunſt in's Haus trat, kam Carl Melms gerade die Treppe herunter und Beide begaben ſich


