2 341 gelbem Scheine aus einem Dunſtſchleier hervor, ſo daß er der Nacht nur eine ſehr mäßige Helligkeit verlieh.
In den erſten Stunden der Nacht geſtaltete ſich das Wetter noch viel trüber. Der Wind ſteigerte ſich zum Sturm, die lange drohenden Wolken öffneten ihre Schleuſen und goſſen eine wahre Regenfluth, mit Hagelkörnern gemiſcht, herab und die See ſchleuderte ihre ſchäumenden Wogen wild über die Dämme der Inſel fort.
Erſt gegen Morgen nahm die Gewalt des Un⸗
wetters nach und nach ab; der Regen hörte auf, der
Wind heulte nur noch in abgeriſſenen Stößen und nur die See konnte es ſich nicht verſagen, noch einen halben Tag lang ihre Wogenberge donnernd an's Ufer zu wälzen und jene düſtere grauſchwarze Färbung zu bewahren, die das drohende Ungethüm dem Auge noch un⸗ heilvoller erſcheinen läßt, als es an und für ſich ſchon iſt. Alfred Brunſt wachte in dieſer Nacht trotz ſeiner Müdigkeit mehrere Male auf; ſeine geiſtige Erregung war zu groß, als daß ſie ſich ſo bald hätte beruhigen können. Jedesmal aber, wenn er in dieſem kurzen Wachen den Sturm draußen heulen hörte, legte er ſich zufriedenen Sinnes wieder zum Schlafen zurecht, da er ſich ſagen konnte, daß bei dieſem Wetter kein Schiff ungeſtraft dem Lande nahe kommen dürfte.


