Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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erräthſt es gewiß nicht. Wir verdanken diesmal dem Maler eine merkwürdige Aufklärung geheimnißvoller Dinge, er hat im Stillen für Oehe, alſo auch für uns gewirkt und ſeltſam genug! hat er nicht die ge⸗ ringſte Ahnung davon, was für ein Geheimniß er uns erſchloſſen hat undnun nächſtens zu löſen im Begriff ſteht. Doch komm, ſetzen wir uns auf dies kleine Sopha nieder und da will ich Dir die ganze Geſchichte erzählen.“

Als ſie nun ſo behaglich neben einander Platz ge⸗ nommen, nahm Alfred Brunſt abermals das Wort, während Carl Melms ihm aufmerkſam zuhörte.„Nun,“ begann er,„Du wirſt vor allen Dingen begierig ſein, zu erfahren, wohin ich heute meine Reiſe gerichtet und was ich ausgeführt habe. Doch da muß ich Dir erſt einen vollen Einblick in die Herzensgeſchichte dieſes Malers gewähren. Die Sache verhält ſich ſo.“

Und nun erzählte er, was wir ſchon wiſſen, Heinrich Markholm's Liebesroman, den Grund ſeiner Ankunft auf der Oehe und was er über den Aufenthalt Hal⸗ ling's am Möwenort hinterbracht.

„Aha!“ ſagte Carl Melms,„das gehört alſo mit dem Bericht meines Steueraufſehers zuſammen?“

„Nun ja, der Brief dieſes Mannes kam gerade zur rechten Zeit, um den Verdacht zu beſtätigen, den ich ſchon aus des Malers Berichten geſchöpft hatte.“