Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Carl Melms hob ſein ſanftes Geſicht in die Höhe und blickte den ungewöhnlich bedeutſam redenden Freund feſt mit ſeinen treuen, ehrlichen Augen an. „Ich bin bereit,“ erwiderte er,„den Rath abzuhalten,

und mein bischen Verſtand ſteht Dir völlig zu Ge⸗

bote; aber Du ſiehſt ſo bedenklich aus— Du haſt mir doch nichts Trübes mitzutheilen?“

Ein Schimmer heiterſten Wohlbehagens flog über das ausdrucksvolle Geſicht des edlen Brunſt und dieſer Schimmer allein ſchon genügte, Carl Melms zu be⸗ ruhigen, der in der. Miene ſeiner Freunde zu leſen verſtand.„Nein,“ fuhr Jener fort,„ich habe Dir nichts Trübes mitzutheilen, im Gegentheil, etwas recht Freudiges, Großes und beinahe Wunderbares ſogar, was Du gewiß nicht erwarteſt und was auf des alten Herrn Familie den nächſten Bezug hat, wie Du wohl ſchon errathen haſt.“

„Ah! Es betrifft wohl den— den jungen Stern⸗ berg, nicht wahr?“

„Nein, den betrifft es diesmal nicht, der verfolgt ruhig ſeinen Weg für ſich und ich werde ſchon dafür Sorge tragen, daß ſeine Angelegenheit mit der, die ich meine, ſich zugleich entwickelt, was eine um ſo größere Freude oder auch Staunen bereiten wird. Nein, nein, es befrifft etwas ganz Anderes und Du