Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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„Herr Brunſt, Herr Brunſt!“ wollte der Maler rufen.

„Ruhig, mein junger Freund,“ unterbrach ihn der Andere.„So hören Sie mich doch nur zu Ende. Mit dieſen Worten nun habe ich für's Erſte meine Schuldigkeit gegen Sie erfüllt,“ fuhr er fort,„und Sie können heute Nacht Ihren Kopf ruhig auf das Kiſſen legen. Aber ſo wichtig meine Reiſe für Sie war, ſo weiß ich doch noch etwas Wichtigeres für uns Alle und nur hierauf dürfen Sie in dieſer Stunde Ihr Augenmerk richten. Sind Sie vernünftig und ruhig genug, mich weiter anzuhören?“

„O ja doch, Sie haben mich ja überglücklich ge⸗ macht— ſprechen Sie nur.“

„Gut, damit Sie nun einen ſichtbaren Beweis vor Augen haben, daß ich die Wahrheit ſprach, ſo bringe ich Ihnen hier einen Brief von Alwining und— Ihr Skizzenbuch, welches Sie im Hauſe des Kieler Grun⸗ des liegen ließen—*

„Ah!“ rief der Maler und griff mit namenloſer Haſt zuerſt nach dem Briefe.

„Da haben Sie ihn und nachher ſollen Sie ihn auf Ihrem Zimmer in der allergrößten Ruhe leſen, er enthält Alles, was ich Ihnen nur ſelbſt über Ihre Geliebte ſagen könnte. Doch nun zu dem Wichtigeren.“