Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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„Still jetzt— kein Wort hier darüber!“ flüſterte Brunſt raſch.„Folgen Sie den Anderen einſtweilen und ſchützen Sie bald irgend einen Grund vor, war⸗ um Sie ſich ſo früh zurückziehen. Dann aber kom⸗ men Sie auf mein Zimmer, ich habe Ihnen Wichtiges mitzutheilen.“

Das war Alles, was der arme Maler für den Augenblick erfuhr. Aber er gehorchte auf der Stelle, wenngleich mit krampfhaft zuſammengezogenem Herzen, in dem es hämmerte, als wollten die darin einge⸗ ſchloſſenen Gefühle mit Gewalt die Hülle ſprengen. Wenige Minuten jedoch nur hielt er es im Geſell⸗ ſchaftszimmer aus und ohne einen Grund ſeines Fort⸗ gehens anzugeben und nur Guſtav Steinau im Stillen eine gute Nacht ſagend, ſchlüpfte er aus der Thür und ſprang mit ungeheuren Sätzen die Treppe nach dem Giebelzimmer hinauf, welches Alfred Brunſt be⸗ wohnte.

Als er daſelbſt ankam, fand er eben die Magd beſchaftigt, einige Speiſen auf den Tiſch zu ſtellen und ein Couvert bereit zu legen. Kaum aber hatte ſie das Zimmer wieder verlaſſen, ſo ſchritt Alfred Brunſt ruhig und gelaſſen auf den jungen Mann zu, der ſprachlos, voll innerer Aufregung ohne Gleichen, einem Verbrecher nicht unähnlich, vor dem ihn ſtolz