Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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„In Gottes Namen, Alfred,“ erwiderte der alte Herr.„Schreibe und ſchlafe dann, Du wirſt müde genug ſein. Gute Nacht, mein alter Junge!“ Bevor Alfred Brunſt aber das Speiſezimmer ver⸗ ließ, hatte er noch Zweien der Anweſenden einige Worte zu ſagen und das that er raſch und ohne daß die Andern es bemerkten.

„Carling,“ ſagte er leiſe zu Melms, der ſich ſchon an ſeiner Seite hielt, als erwarte er eine geheime Mittheilung,„ich habe Wichtiges mit Dir zu ſprechen. Wenn Du ſpäter hinauf gehſt, komm nicht in mein Zimmer, ſondern erwarte mich in dem Deinigen.“

Carl Melms nickte bejahend, und ſtill, wie er im⸗ mer und ſelbſt bei den wichtigſten Anläſſen war, folgte er den Damen in das Geſellſchaftszimmer, wohin ſie Herr von der Oehe und Guſtav Steinau führten, denen ſich Willibald Stillfried ſchweigend anſchloß.

Nur der Maler hatte von Herrn Brunſt noch einen bedeutungsvollen Wink erhalten und war deshalb einen Augenblick im Speiſezimmer zurückgeblieben. Mit bebenden Lippen ſtand er jetzt vor ihm und ſein Auge durchbohrte faſt die nun lächelnden Züge ſeines ehe⸗ maligen Wirthes, als wolle er aus ſeiner Seele den Erfolg ſeiner Reiſe und den Inhalt ſeiner Mit⸗ theilungen leſen.