Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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ſein ſanftes Gemüth ſo leicht war, griff er zu Gabel und Meſſer und ſagte dabei:„Das iſt mir lieb, Alfred. Wir glaubten ſchon, Dich heute Abend nicht wieder zu ſehen; da Du uns aber etwas Gutes bringſt, freuen wir uns doppelt, Dich jetzt in unſrer Mitte zu haben.“ 3

„Ich bin etwas neugierig,“ nahm da Fräulein von Kulpen mit lächelnder Miene das Wort auf, „wo Sie geweſen ſind, Herr Brunſt, und wenn Sie nicht in gewiſſen Fällen ein ſo ſchweigſamer Mann wären, würde ich mir die Freiheit nehmen, Sie ſo lange mit Bitten zu beſtürmen, bis Sie dieſe Neu⸗ gierde einigermaßen befriedigt hätten.“

Als Alfred Brunſt dieſe Worte hörte und im Stillen die Stimme, die ſie ſprach, mit einer anderen verglich, die noch in ſeinen Ohren klang, fuhr es wie 3 ein electriſcher Blitz durch ſein ganzes Geſicht. Seine 8 Lippen zuckten heftig, als wolle er einen Ausruf von

ſich geben, den er nur mit Mühe zurückhielt, und ſeine Augen hafteten mit einer beinahe ſtarren Verwun⸗ derung auf dem ſchönen Antlitz der Redenden, indem er ſagte:„Mein liebes Fräulein, legen Sie Ihre edle Neugierde noch ein wenig in Feſſeln; es iſt nicht im⸗ mer gut, daß man Alles auf den erſten Wurf hört, was ein Andrer zu ſagen weiß, und ſelbſt das Ange⸗