Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Wagen ſteige und einen langen Weg zurückgelegt habe, eine Bemerkung, die ſeinen alten Freunden etwas ge⸗ zwungen klang, da ſie nur zu gut wußten, wie der Appetit des kräftigen Mannes in geſunden Tagen zur Speiſeſtunde jederzeit beſchaffen war.

„Nun,“ begann der Hausherr, der heute in beſter Laune war, da wieder ein Tag der Ruhe hinter ihm lag,„Du biſt ja ſo ſtill und geheimnißvoll, deoh Jung', Du erzählſt uns ja gar nichts, was Du ge⸗ ſehen und erlebt haſt, wo Du geweſen biſt— darf man denn davon noch nichts erfahren?“

„Alter Herr,“ erwiderte der Gefragte mit ſanfter Iber feſter Stimme,„iß ruhig Deinen Fiſch und dann den Braten und das Uebrige, Du ſollſt zeitig genug erfahren, wo ich geweſen bin und was ich ausgerich⸗ tet habe. Damit Dein herrlicher Appetit aber nicht durch die Erwartung von etwas Geheimnißvollem ver⸗ kümmert werde, will ich Dir vorläufig ſagen, daß ich ſelbſt von meiner Reiſe überaus befriedigt bin.“

Carl Melms' Auge, das den Freund ſchon lange im Stillen beobachtet, hing bei dieſen Worten wie ge⸗ bannt an den Lippen des Sprechenden und flog dann nach ſeinen Augen empor. Er kannte ihn genau und ſo wußte er jetzt beſtimmt, daß die eben gehörten

Worte der Wahrheit entſprächen. Beruhigt, wie es