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dem bleichen empfindſamen Muſicus einen munteren, kräftig blühenden Mann gemacht.
Willibald Stillfried aber war in ſeinem Innern ein eben ſo dankbarer, wie nach Außen hin ein glück⸗ licher und zufriedener Menſch. Er ſah nur zu wohl ein, daß die unbegränzte Gaſtfreundſchaft ſeines Wirthes dieſe Wandelung in ihm zu Wege gebracht, daß er ihm ſein ganzes jetziges leibliches und geiſtiges Wohl verdanke, und deshalb hatte er dem wackeren Manne, der ſo viele liebenswürdige Eigenſchaften des Geiſtes und Herzens beſaß, auch eine unbegränzte, faſt kindliche Neigung zugewandt. Er hatte ihm ſein ganzes Ver⸗ trauen hinſichtlich ſeiner eigenen Perſon geſchenkt, hatte ihm offen und ehrlich einen Einblick in den kleinen Uranfang ſeines muſtkaliſchen Erdentreibens gewährt und ihm ſo das einfache Künſtlerherz geöffnet, das nun ohne Falten und Schatten vor dem Auge des edlen Menſchenfreundes lag.
Carl Melms hatte dies Vertrauen mit theilnehmen⸗ der Seele hingenommen und ohne daß er darüber viele Worte machte, den jungen Künſtler ungemein lieb ge⸗
wonnen und ihm wiederholt den Wunſch ausgeſprochen,
daß er ſeinen Beſuch ſo lange wie möglich ausdehnen und vor allen Dingen im nächſten Jahre wiederkom⸗ men möge, wofür er ſelbſt auch im Winter die große


