Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Kunſtſtadt beſuchen wolle, in der Willibald mit ſeinen Freunden heimiſch war.

So hatten die beiden Männer im Ganzen ſich völlig in einander hinein gelebt, ſie verſtanden ſich durchaus und thaten ſich Alles zu Liebe, was ſie einan⸗ der thun konnten, wobei Jeder in einzelnen Dingen nach ſeinem eigenen Gefallen verfuhr und Keiner in irgend einer Weiſe einem geſelligen Zwange unter⸗ worfen war.

An dem Tage nun, an welchem der Statthalter von der Oehe die uns bekannte Botſchaft nach der Lenz trug, ſaßen Carl Melms und ſein Gaſt um zehn Uhr im Speiſezimmer beim Frühſtück, von wo aus, wie man weiß, der ganze Hof überſehen werden konnte. Sie waren eben vom Felde hereingekommen, wo man⸗ ſtark mit der Erndte beſchäftigt war, und thaten Frau Elſche's Kochkunſt alle Ehre an, als plötzlich ein Rei⸗ ter in vollem Galopp auf den Hof ſprengte, dicht vor der Hausthür aus dem Sattel ſprang und ſein trie⸗ fendes Pferd einem der herbeilaufenden Knechte mit der Anweiſung übergab, das brave Thier auf's Beſte zu verpflegen.

Carl Melms hatte beim erſten Blick durch's Fen⸗ ſter den Statthalter ſeines Freundes erkannt.Hoho! rief er, indem eine leichte Röthe ſeine Wange über⸗