benachbarten Gute oder ſonſt wohin zu unternehmen, von der ſie ſtets zur Abendmahlzeit nach Hauſe zurück⸗
Arbeitern, ſprach mit ihnen und zeigte, daß ſein Auge überall wache. Lange vor Mittag war dieſe Arbeit beendet und die beiden Männer fügten derſelben noch einen Spaziergang hinzu, der ſie an liebliche Plätze der Umgegend führte und ihren Appetit von Neuem zu dem bevorſtehenden Mittagsmahle ſchärfte. Nachmittags blieben ſie, wenn es ſehr heiß war, zu Hauſe; Carl Melms las und der Muſicus com⸗ ponirte, und wenn ſie ſich müde gearbeitet, trafen ſie wieder zuſammen, um eine Fahrt nach irgend einem
kehrten. Nach derſelben aber wurde nun endlich der Muſik ihr Recht gewährt; Willibald geigte nach erzens⸗ luſt und ſein Wirth ſaß ſtumm und aufmerkſam neben ihm, jeden ſeiner kühnen Striche mit den Augen ver⸗ 8 ſchlingend, jeden Ton mit dem Ohre erfaſſend und im 3 Herzen mit ſtillem Glücke nachempfindend.
So war das einfache Leben der beiden Männer auf der Lenz beſchaffen und man ſieht, daß darüber eben nicht viel mehr zu ſagen iſt. Für Willibald war daſſelbe ein ungemein ſegenvolles geweſen, nie hatte er ſich ſo zufrieden und behaglich gefühlt. Seine Ge⸗ danken wurden durch keine äußeren ſtörenden Ein⸗ wirkungen zerſtreut, ſeine Empfindungen floſſen in we⸗
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