Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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gedeutet, hatte der Gutsherr von Grünthal am Mor⸗ gen ſehr viele Rathſuchende abzufertigen und ſelbſt am Mittagstiſche war er von ſeinen Gedanken ſo in Anſpruch genommen, daß er kaum zwei Worte ſprach. Gleich nach Tiſche, ſobald er eine halbe Stunde ge⸗ ruht, hatte er aber anſpannen laſſen und war mit ſeinem Gaſt nach Spyker gefahren, das er ihm ſchon längſt zu zeigen verſprochen, da dies faſt der einzige Punkt von Jasmund war, den Heinrich Markholm noch nicht in Augenſchein genommen.

Man war Abends kurz vor dem Eſſen zurückge⸗ kehrt. Heinrich Markholm hatte ſchon auf der Fahrt bemerkt, daß ſein Wirth einen ernſten Gedanken in ſeinem Hirne verarbeite, er hatte ſich aber nicht den

Anſchein gegeben, als bemerke er es ſonderlich, viel⸗ mehr ſich begnügt, den ſtillen Mann ſo wenig wie möglich in ſeinem Nachſinnen zu unterbrechen. Auch bei Tiſche ſprach er faſt gar nichts, als aber die Mägde die Tafel abgeräumt, gab er den beiden alten Damen einen Wink, ihn mit dem Gaſte allein zu laſſen, und forderte nur eine Flaſche Wein mit zwei Gläſern, was ſchnell herbeigeſchafft wurde.

Als der Wein vor ihm auf dem Tiſche ſtand, goß er die Gläſer voll, rührte jedoch das ſeinige nicht an, ſaß vielmehr mit verſchränkten Armen auf