Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

meiſt ſo klug war, in einſamer Selbſtbeſchauung aus⸗ toben zu laſſen.

Desgleichen genirte auch er ſich nicht im Gering⸗ ſten vor dem jungen Manne. War er bei Tiſche ge⸗ ſättigt, was ſehr oft vorkam, bevor der langſamer eſſende Maler mit dem Maͤhle zu Ende war, ſo ſtand er auf und bekümmerte ſich nicht um die ihm mit einer gewiſſen Verblüffung nachſchauenden Augen der Frau von Buchholz oder der ihn angſtlich betrachtenden Frau Albrecht, die immer um ſeine Geſundheit beſorgt und deshalb auch alle Schädlichkeiten von ihm abzu⸗ halten bemüht war, wie es eine alte Kinderfrau mit dem ihr anvertrauten Säuglinge zu thun pflegt. Wollte er einmal früher ſchlafen gehen, ſo ſagte er einfach:Gute Nacht! und ohne ſich an der mun⸗ teren Unterhaltung der Uebrigen zu betheiligen, kehrte er ihnen den Rücken, als ob ſie gar nicht für ihn vorhanden wären.

Heinrich Markholm, practiſch in jeder Beziehung, ſehr leicht von Begriffen und klug, anders Denkenden und Handelnden gegenüber, hatte ſich ſehr bald in dieſe Art und Weiſe, das Leben zu erfaſſen, hinein⸗ gefunden und das war vielleicht mit ein Grund, war⸗ um ſein Wirth ihm ein außerordentliches Wohlwollen erwies. An dem Tage nun, welchen wir vorher an⸗