Speiſetiſch, ſprach mit den beiden alten Damen über nothwendige Wirthſchaftsgegenſtände oder neckte und quälte ſie auf ſeine eigene Art, was ſie eben ſo wenig entbehren mochten wie er ſelber, da ſie ſich ſeit vielen Jahren daran gewöhnt hatten.
Nach dem Abendbrod zog er ſich, wenn er allein war, in ſein Studirzimmer zurück, las in ſeinen Büchern oder in den gebrachten Zeitungen und ging Punkt zehn
Uhr, wie erwähnt, zu Bette; hatte er aber Gäſte,
ſo widmete er ihnen auch dieſe Zeit und dann fand er einen hohen Genuß darin, belehrende Geſpräche zu führen, in denen er ſich gern in Dingen unter⸗ weiſen ließ, die ihm weniger zugänglich als ſeinem Beſuche waren.
So war er gefällig gegen Jeden, ſein Geſinde eigentlich verwöhnend, indem er die Einzelnen nicht als untergeordnete Diener, ſondern als Gehülfen und Triebräder des ganzen großen Hausweſens betrachtete,
die ihm nur Gutes erwieſen und denen er daher Dank
ſchuldig war.
Alle dieſe Eigenſchaften boten dem Beobachter ſo unendlich viel des Guten und Bedeutenden, daß man gern über ſeine kleinen Eigenheiten hinwegſah, und auch Heinrich Markholm hatte es ſehr bald gelernt, ſeinen Launen aus dem Wege zu gehen, die er überdieß


