Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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zum Leſen auf einen bequemen Ruheſeſſel und hier durfte ihn Niemand ſtören, wenn man ihn nicht den ganzen übrigen Tag mürriſch ſehen wollte; nur dieſe kurze Zeit nahm er für ſich allein in Anſpruch, für ſie begehrte er durchaus der ungeſtörteſten Ruhe vielleicht, weil er derſelben bedurfte und ſich ermattet fühlte, ohne es Jemanden erkennen laſſen zu wollen.

Hatte er nach dieſer kurzen Raſt ſeinen Kaffee ge⸗ trunken, ſo war er zu jeder Unternehmung bereit, zu der ihm von Außen her Veranlaſſung geboten wurde.

Bald ritt er, bald fuhr er, bald ging er in die Nachbarſchaft und ſehr häufig ſuchte er Stubbenkam⸗ mer auf, um ſein Auge an den Schönheiten zu er⸗ götzen, die die Natur hier in ſo reichem Maaße ausge⸗ ſtreut hat. Dieſe Stunden waren alſo auch die, welche er vorzugsweiſe ſeinen Gäſten widmete, und mit ihnen ſtreifte er nach Belieben bald hier bald dort herum, immer zu jederlei Unterhaltung, zu Scherz und Ernſt geneigt, je nachdem er Anregung zu dem einen oder andern erhielt.

Kam er dann gegen Abend nach Hauſe zurück, ſo war es ſein Erſtes, durch Scheunen und Ställe zu

gehen, die Arbeiter zu beaufſichtigen und das Geleiſtete

ſeiner Beurtheilung zu unterwerfen. Hatte er hierin vollſtändig ſeine Pflicht erfüllt, ſo ſetzte er ſich an den