Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Ihnen meinen Reichthum zeigen zu können, der freilich beim erſten Anblick nicht ſo bedeutend erſcheinen mag. Jetzt kommen Sie weiter. So und da, da ſchauen Sie ſich einmal das Bild dort an, iſt das nicht niedlich?

Guſtav folgte dem raſch Voranſchreitenden und faſt augenblicklich ſtimmte er der Meinung deſſelben bei. Denn vor ihm lag ein reizendes Landſchaftsbild, ſo lieblich, wie er es hier zu ſehen kaum erwartet hatte.

Rechts vom Steinort, nach Norden hin und jen⸗ ſeit des immer ſchmaler werdenden Meeresarms er⸗ hob ſich das Dorf Schaprode mit ſeinem Kirchthurm und ſeinen wohnlichen Strandhäuſern, in deren Fen⸗ ſtern bereits der Widerſtrahl der Sonne blitzte. Am Strande davor ſchaukelten große Boote mit Halbdeck, mit vielem Tauwerk verſehen und mit farbigen Wim⸗ peln geſchmückt. Außerdem aber zierten den kleinen Strand unzählige Fiſcherboote und überall waren Fi⸗ ſcher und Schiffer thätig, das gute Wetter und den Wind zu benutzen und Alles zum Auszuge zu rüſten. Bald füllten ſich auch die Straßen, die Felder mit beweglichen Gefän. die Kühe zogen brüllend her⸗ aus, froh, das duftige Gras wieder abweiden zu kön⸗ nen, das rings auf Triften und Wieſen wuchs, und