„Nein, nirgends.“
„Sie haben ein gutes Auge, das freut mich, das können wir hier gebrauchen. Wie gefallen Ihnen dieſe Steine?“
„Wie ſie mir gefallen?“ fragte Guſtav verwundert. „Es ſind tüchtige Steine!“ fügte er dann, einen Blick darüber hinwerfend, hinzu.
„Oho, tüchtige Steine, junger Mann! Sie ſind viel mehr als das. Wiſſen Sie, was mir dieſe Steine ſind? Sie ſind mein ganzer Reichthum, Alles in Allem. Wenn ſie nicht hier wären, ginge meine Inſel, mein Erbreich, zu Grunde, denn ſie bewahren und ſchützen es gegen den Einbruch und die Ueberfluthung der Wellen. Gott erhalte ſie mir!“ ſetzte er mit einem ſchweren Seufzer hinzu.
„Wer ſollte ſie Ihnen nehmen?“ fragte Guſtav Steinau wieder verwundert, da ein trüber Ernſt in dem Geſichte des alten Herrn ſich bemerklich machte, und derſelbe ihm einen zu großen Werth auf anſcheinend ſo werthloſe Steine zu legen ſchien.
„Wer?“ fuhr der alte Herr beinahe ingrimmig auf. „Ja, das iſt eben die Sache, um die es ſich handelt. Doch— heute nichts davon, Sie werden es ohnehin bald genug erfahren. Heute will ich mich nicht mit Sorgen plagen, ich will mich im Gegentheil freuen,


