Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Künſtler, und zwar auf eine Weiſe, wie es ſo Viele werden: durch den Drang der Umſtände, deſſen mancher Geiſt leider zu bedürfen ſcheint, um ſich ſeines lange unbewußt herumgetragenen Triebes be⸗ wußt zu werden, um die Seele aus ihrem Schlum⸗ mer zu reißen und den umdüſterten Blick klar, die zitternde Hand ſtark, das zagende Herz weit und muthig zu machen. Ach ja, es ſcheint wirklich das Loos dieſer Menſchenklaſſe zu ſein, erſt darben, halb verkümmern zu müſſen und mit Gewalt in ſeltſame Verhältniſſe geſtoßen oder geriſſen zu werden, bevor ſie ſich eine geachtete Lebensſtellung erringen, und dieſer Umſtand iſt gewiß mit ein Grund, warum der ruhig und im alltäglichen Geleiſe des Lebens fort⸗ gleitende Menſch, namentlich wenn er beſchränkten Geiſtes und voller Vorurtheil iſt, einen Widerwillen, oft eine wahre Angſt und, in mildeſter Form, eine Art nobler Scheu vor den Künſtlern hat, die ein durch die Stürme des Lebens herumgeſchüttelter und klar gewordener Menſch gerade wegen des eigenthüm⸗ lichen Laufes ihres Schickſals zu ſchätzen wiſſen wird.

Seit dem Jahre, wo wir uns trennten, mein lieber Eduard, bin auch ich mannigfachem Schickſalswechſel unterworfen geweſen, und eigentlich nie bis zu dem Augenblick, wo ich meine Künſtlerlaufbahn begann, das