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freundlicher denn je der früheren Tage erinnern und in umgehender Antwort Gleiches mit Gleichem vergelten.
Leſen wir nun den erwähnten Brief mit eigenen Augen. Nur der Eingang, der die Freude des Wie⸗ derauffindens und den Glückwunſch wegen der ehe⸗ lichen Verbindung ausſpricht, laſſen wir fort, in dem Glauben, dem Leſer hiermit nichts Weſentliches vor⸗ zuenthalten.
—„Wo in aller Welt, fragſt Du nun, kommt dieſer Brief her, was bewegt meinen Guſtav, mir ſo Viel auf einmal zu ſchreiben, nachdem er ſo lange geſchwiegen, was treibt er, wie lebt er, was iſt über⸗ haupt aus ihm geworden? Ja, mein Freund, auf letztere Frage muß ich Dir gleich eine Antwort geben, die Dich überraſchen, vielleicht in Verwunderung ſetzen wird, denn aus mir iſt etwas geworden, ich treibe etwas, was ich nie zu werden und zu treiben er⸗ warten konnte, als wir noch im Flügelkleide über Wieſen und Anger ſprangen, mit den Lerchen um die Wette jubelten und uns die Welt als eine uner⸗ ſchöpfliche Quelle unſäglichen allſeitigen Glückes träum⸗ ten. Mit einem Wort— hier haſt Du Alles in Allem— ich bin ein Künſtler geworden. Ein Künſt⸗
ler! rufſt Du erſtaunt und gedehnt aus. Ja, ein


