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Empfindung als Kraft und phyſiſche Dauerhaftigkeit,
mehr inneres Leben und beſchauliche Nachdenklichkeit als behagliches Sichgehenlaſſen und ſchwelgeriſche Ge⸗ nußſucht. Es war, mik einem Wort, eins von den Geſichtern, die man ſtudiren muß, um ſie ſchön zu finden, die aber immer auf den Beſchauer eine an⸗ genehme, in gewiſſen Momenten aufblitzender innerer Erregung ſogar hinreißende Wirkung hervorbringen, die um ſo dauernder bleibt, wenn man wie hier her⸗ ausfühlt, daß ihre Beſitzer ſchon manchen Kummer überſtanden, ſchon manche Sorge erfahren haben, aber auch daß ſie Männer ſind, die mit elaſtiſchem Geiſte und ruhigem Herzen ſich über kurz oder lang als Sieger ihres Schickſals werden betrachten können.
Es ging gegen Abend, als wir bei ihm eintraten. Das Licht, welches ſelbſt in den Mittagsſtunden nur ſpärlich in ſeine kleine Wohnung fiel, begann raſch abzunehmen, um ſo eifriger aber, und ohne von dem draußen tobenden Geräuſch merklich geſtört zu werden, fuhr er im Schreiben fort; erſt als er ſeinen Namen unter den letzten Bogen geſetzt, lehnte er ſich ganz in ſeinen Stuhl zurück und durchlas ruhig und mit wachſender Zufriedenheit, was er in den Nachmittags⸗ ſtunden zu Papier gebracht.
Da uns ſein Schickſal bis auf die geringſten


