Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Am ſauberſten und gefälligſten aber ſtellt ſich unſerm beobachtenden Auge das Prachtſtück des Be⸗ wohners, ein alter Schreibtiſch, dar. Zahlloſe Hand⸗ ſchriften, Notizen und beſchriebene Zettel bedecken die aufgezogene Klappe deſſelben, aber ihre ganze Anord⸗ nung, ſo wie der vorſorglich geſonderte Inhalt der geöffteten Kaſten verräth, daß es dem Beſitzer und Sammler dieſer Schätze ein großes Vergnügen ge⸗ währt, in ſeinem kleinen Haushalt Regel, Symmetrie und Zierlichkeit walten zu laſſen.

Vor dieſem Schreibtiſch nun ſitzt der Bewohner des Zimmers ſelbſt, eifrig an einem Briefe ſchreibend, der ſehr lang zu werden ſcheint, denn ſchon liegen drei oder vier gefüllte Bogen vor ihm, deren Inhalt ihn ſehr intereſſiren muß, was ſein lebhaft geröthetes Geſicht, ſein ſprühendes Auge und die Haſt verrathen, mit welcher er die Feder über das Papier fliegen läßt. Er iſt ein Mann, der dasJünglingsal ter be⸗ reits überſchritten hat und etwa ſechs⸗ oder ſiebenund⸗ zwanzig Jahre zählen mag; kein Zug in ſeinem Aeußern verräth, daß er das Leben zu früh genoſſen oder zu tief ausgebeutet hat, vielmehr iſt noch die ganze Friſche der Jugend und die Fülle der ihm zugewieſenen Kraft darin ausgeprägt. Trotzdem er augenblicklich ſitzt und ſich etwas tief über den Tiſch