Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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unwillkürlich geſteigerter Anſtrengung fort, was ſeinen Geiſt allerdings mit der Zeit ermattet und ihn mit einem periodiſchen Widerwillen gegen die Arbeit das Bedürfniß nach Ruhe und friedlicher Stille empfin⸗ den läßt.

Eine ſolche Wohnung, auf ſolchem Hofe gelegen, von ſolchem raſtloſen Gehämmer, Gebell und Gequiek Tag und Nacht umſchwirrt, betreten wir heute. Es iſt der letzte Tag im Mai; das Stückchen blauen Himmels, welches über dem düſteren, von hohen Ge⸗ bäuden umſchloſſenen Hofe ſichtbar iſt, lächelt ſo fried⸗ lich und ſanft hernieder und die Luft iſt ſelbſt hier ſo mild und einladend, daß ſie einen großen Theil der Bewohner aus ihren engen Räumen gelockt hat, um einen lange entbehrten friſchen Athemzug zu ſchöpfen, obgleich da kein Baum, keine Blume, kein Grashalm dem Auge freundlich entgegenſchimmert. Fünf bis ſechs Frauen hocken vor ihren Thüren, nähend und ſtrickend, und natürlich unterhalten ſie ſich bald keifend, bald jubelnd dabei; ſechs bis acht Handwerker klopfen und hämmern im Freien und ein Dutzend Kinder balgen ſich oder treiben mit Zeter⸗ geſchrei ihre Spiele, ie ſich in jedem Frühjahr wie⸗ derholen und ſo regelmäßig, wie das Jahr ſeine

Jahreszeiten, ihre Epochen wechſeln.