— 354—
täglich hatte der Alte ſeine Freude daran. Gewöhnlich aber und ſelbſt in Folge des Winters, wo man das Waſ⸗ ſer um den Nachen herum vom Eiſe befreien mußte, nahm
er ihren Beſuch bei ſeiner einzigen Beſchäftigung an. Er
angelte fort und fort und ſuchte das Kind im Waſſer, welches ihm einſt in einem drangvollen Augenblicke des Lebens abhanden gekommen war. Kein Menſch fürchtete ſich vor ihm, Alle, ſelbſt die Kinder liebten ihn und tru⸗ gen ihm zu, was die Jahreszeit an Blumen und Früchten Schönes hervorbrachte. So hatte den unruhigen Mann am Ende ſeines Lebens die Ruhe des glücklichſten Wahn⸗ ſinns ereilt, denn glücklich war er in ſeinem Wahne, das ſah man ihm an und darum ſtörte er minder, als ſonſt geſchehen, das Glück und den Frohſinn der Uebrigen.
An einem ſchönen Septembermorgen waren die acht
jungen Frauen, um die Arbeiten ihrer fleißigen Männer
nnicht zu ſtören und ſelber ungeſtört über die Fülle ihres neuen Glückes plaudern zu können, in ſchweſterlicher Ein⸗ tracht über den Fluß nach dem romantiſchen Förſterhauſe am jenſeitigen Waldufer gefahren, nur von einigen Matro⸗ ſen und Ithyſſa hinübergerudert. Beata allein war zu⸗ rückgeblieben, da ihr unzertrennlicher Gefährte, ihr edler Gatte, an der Fahrt nicht Theil genommen hatte. Sie
ſaß mit einer Stickerei beſchäftigt, in ſeinem Zimmer,


