Teil eines Werkes 
5. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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des Fluſſes ſchaukelte. Er hielt eine Angel in der Hand,

die er im Nachen gefunden, und aufmerkſam die Ober⸗ 4 flähe des Waſſers betrachtend, ſaß er ſchweigend und friedfertig da.

Oheim! rief ihn der Neffe freundlich an.Was machſt Du da?

Still, mein Kind! Störe mich nicht. Ich ſuche etwas Köſtliches. Wenn ich es finde, werde ich ſehr glücklich ſein!

Der Neffe ſchüttelte wehmüthig den Kopf und ließ augenblicklich das kleine Haus für den Verwandten einrich⸗ ten. Ein Arzt wurde aus der Sommerreſidenz auf die Inſel beſchieden und wohnte mit ihm in dem Hauſe. Aber das Weſen des alten Mannes änderte ſich nicht. Er war in jenen harmloſen, kindiſchen Wahnſinn gefallen, der Niemandem etwas zu Leide thut, und eigentlich weiter nichts als ein Selbſtvergeſſen iſt. Frau Schwarzkopf, durch die Fügung des Schickſals wieder ſeine Nachbarin geworden, pflegte ihn behutſam. Die leckerſten Gerichte, die feinſten Weine wurden ihm zugeſchickt und er und trank ſie mit dem größten Wohlbehagen. Kaum konnte er genug eſſen und trinken. Und wunderbar, er, der in früheren Tagen ſo mager und dürr geweſen, nahm täg⸗ lich an Wohlbeleibtheit zu, während ſein Haar ſich in die Farbe des Schnee's verwandelte. Täglich beſuchte ihn Eduard, ſeine Tochter und deren glücklicher Mann, und

Der Inſelkönig. v.. 23