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„Sie haben fünf Minuten Bedenkzeit,“ ſagte er beinahe ſanft,„hier iſt die Uhr. Jetzt ſteht der große Zeiger auf ſieben, wenn er auf acht ſteht, frage ich noch einmal nach.“
Der Miniſter ſah den ſo Sprechenden mit einer wahren Erſtarrung in ſeinen Zügen an, er ſuchte etwas Wahnſinniges, Verkehrtes in ihm, aber nicht die geringſte Aufregung war in ſeinem edeln, männlichen Geſichte zu entdecken. So ſah er ihn eine Minute lang an, Worte ſuchend und nicht findend, womit er ihn zu Boden ſchla⸗ gen könnte.
„Eine Minute iſt vorüber, Sie haben noch vier,“ ſagte der Fremde ſtill, nahm ein Buch vom Tiſche und
blätterte darin. Als aber drei Minuten vorüber waren,
ſtand der Miniſter plötzlich auf und ſchien zur Glocke gehen zu wollen, die neben der Thür hing.
„Sie bleiben hier!“ warnte der Geſandte mit eiſi⸗ gem Tone.
Dennoch trat der Miniſter einen Schritt näher hinzu.
„Zurück von dem Griffe, ich befehle es!“ donnerte es aus der Tiefe einer aufgewühlten Bruſt.
„Sie haben hier Nichts zu beſehlen— ich werde nach der Polizei ſchicken—“ 3
„Sie können nachher ſchicken— vielleicht ſchicke ich ſelber dahin. Jetzt haben Sie noch eine Minute.— So!


