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„In gewiſſer Beziehung bin ich das auch, wie die meiſten Menſchen von Kopf. Wir ſtimmen alſo auch in unſerm Stoff überein. Dennoch aber möchte es bisweilen gut ſein, unſern Willen elaſtiſch verengen und erweitern zu laſſen, denn das verlangt oft die Welt, das fordern die Menſchen, das gebietet Gott!“
„Gott hat mir nie dieſe Frage ſo kategoriſch geſtellt, er zwingt uns nicht halb ſo oft und ſo viel, wie die Menſchen, und Sie wollen doch nicht ſeinen Meiſter ſpielen?“
„Das ſei ferne von mir. Ich bin ein Wurm im Vergleich mit ihm, und ihm beuge ich mich, wie das Schilf im Sturme. Sie aber müſſen ſich auch beugen.“
„Und wenn ich Nein ſage?“
„Dann ſagt vielleicht ein Anderer Ja l4
„Mein Herr, Sie ſprechen gerade wie Ihr Freund, aber Sie, wie er, bekommen von mir die gleiche Antwort.“
„Iſt das Ihr letztes Wort?“
„Mein allerletztes. Ich laſſe mich von Niemandem zwingen, und Sie ſollen nicht der Erſte ſein, der mir Gewalt anthut.“
„Beſinnen Sie ſich.“
„Ich brauche mich nicht zu beſinnen.“
Der Geſandte zog mit der ruhigſten Miene von der
Velt eine ſchöne goldene mit Brillanten beſetzte Uhr aus der
Taſche und legte ſie dicht vor dem Miniſter auf den Tiſch.


