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6)„Es ſterben jährlich eine Menge Menſchen, die ihre Kinder als Waiſen zurücklaſſen, welche dann dem mannigfachſten Elende anheimfallen. Viele von ihnen werden in ſtädtiſchen Anſtalten untergebracht, manche finden bei einzelnen Wohlthätern ein Unterkommen; es bleiben aber immer noch genug übrig, die zu dieſein nicht geeignet, zu jenem nicht volljährig ſind, und nun anderen armen Verwandten zur Laſt fallen. Könnten wir zu dieſen Wai⸗ ſen ſagen— gehe dahin oder dorthin, thue dies oder jenes, wahrlich! wir dürften eben ſo glücklich ſein, wie wir Glückliche machen würden.
7)„Knaben verſorgen ſich ſchon leichter und finden häufiger ein Unterkommen als Mädchen. Dieſe, wenn ſie verlaſſen und ohne Aufſicht ſind, wachſen heran und verfallen nicht ſelten der Unſittlichkeit und dem Laſter. Beides aber iſt der Ruin für eine Stadt und den Staat. Hätten wir Mittel, kleine Mädchen zu großen, brauchbaren, geſitteten Jungfrauen zu erziehen, ſie am Ende ihrer Erziehung auszuſtatten und in die rechten Hände zu geben, wahrlich! wir würden manches gebro⸗ chene Herz, manche verlorene Seele dem Schöpfer reiner und beſſer zuführen und daneben manchem arbeitſamen jun⸗ gen Manne eine ſorgſame Lebensgefährtin überweiſen können.—
8)„In unſerer Stadt leben viele Beamte. Die 13*


