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die Arbeiten prüfen nach ihrem Gewiſſen und dann, wie ſie Kunſtrichter geweſen, auch Preisvertheiler ſein.
6„Ich habe,“ ſagte der Architekt zum Schluß,„hier ſchon über mein Fach hinaus und in ein anderes gegriffen, deſſen Vertretung mir eigentlich nicht auferlegt war. Ihnen, meine Herren Werk⸗ und Fabrikmeiſter, habe ich damit das Wort entzogen, und Sie mögen mir daher verzeihen. Ich bin aber nicht, was vielleicht viele Andere ſind, ein Stockkünſtler, der nur das Händewerk ſeiner Glaubensge⸗ noſſen und ſeiner mit ihm blutsverwandten Brüder für vollgiltig und ebenbürtig betrachtet, nein, ich bin im gan⸗ zen, großen und allgemeinſten Sinne Künſtler, und was * ein Handwerker Künſtliches vollbracht, wird, wenn es tüchtig und eine Zierde menſchlicher Hände und menſchlichen Nachdenkens iſt, von mir eben ſo begeiſtert anerkannt, ſo warm beurtheilt, ſo verdienſtvoll geprieſen werden, als was der Meißel des Bildhauers, der Pinſel des Malers oder die Töne des Tondichters geſchaffen haben. Nur deshalb, meine Herren, habe ich vorweg auch Ihrem Kunſtzweige die Wege gebahnt und Ihren Wünſchen das Wort geredet.“
Allgemeiner, anhaltender Beifall folgte dieſer ver⸗ ſtändigen und inhaltsvollen Rede. Es begann ein Ge⸗ ſpräch, das nicht lange währte, weil Alle in ihren Grund⸗ anſichten mit den vorgetragenen übereinſtimmten. Des Vorſitzenden Wangen hatten bei jedem vorſchreitenden Ge⸗


