Teil eines Werkes 
5. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

184

zur Veredelung der ganzen menſchlichen Geſellſchaft ange⸗ ſtachelt, mit neuem Schwunge belebt, zu längerer Aus⸗ dauer gekräftigt werde. Wir haben Preiſe bis jetzt ge⸗ habt und in öffentlichen Blättern auspoſaunt, ja, aber ſo kleine, ſo wenige, daß ſie ſich ſpurlos in dem Meere der Kunſt verlieren und höchſtens hier und da wie eine verlorene kleine Inſel aus dem großen Ocean auftauchen, und, kaum erblickt, wieder verſchwinden. Alſo bedürfen wir größerer, mehrerer Preiſe, für viele Werke mögen ſie gearbeitet ſein, in welcher Kunſt, von welcher Hand ſie wollen, wenn ſie nur gut und den Anforderungen der Zeit entſprechend ſind. Dieſe gekrönten Werke mögen alsdann geſammelt und niedergelegt werden in einem all⸗ gemeinen Kunſttempel, heiße er nun Muſeum oder Kunſt⸗ oder Gewerbehalle, er gehöre aber der Nation, dem Volke, dem Ganzen, nicht dem Einzelnen an, damit nicht allein die Nachwelt erfahre, was wir, ihre Vorgänger, geleiſtet, ſondern auch junge ſtrebende Jünger der Kunſt daran einen Anhalt, ein Muſter, ein Ziel haben, deſſen Er⸗

reichung ihrer würdig und ihrer Mühen Lohn iſt. Ein⸗

ſolcher Tempel der Künſte und ſchöpferiſchen Gewerbe ein üppiges Vaterland für alle ſeine Söhne erhebe ſich daher vor allen Dingen und, von Einzelnen vielleicht gegründet, werde er von der geſammten Kunſtwelt ausge⸗ ſtattet. Wackere, gerechte und leutſelige Meiſter mögen