Teil eines Werkes 
5. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

e

183

ten, die ihr Haus, ihre Diener, ihre Gärten, ja ihre Thiere vergoldeten oder verſilberten, gerade dieſe wären oft die hartherzigſten Geizigen, an deren Thür die Jünger der Kunſt vergeblich bettelten. Gerade ſie, die Gott ſo reich geſegnet, ſegneten Andere am wenigſten oder gar nicht, ja, ſie vergeudeten nicht ſelten mit verſchwenderiſcher Hand Tauſende, die, für das Streben, die Wohlfahrt, die Bedürftigkeit Vieler verwandt, der ganzen Welt ein freund⸗ liches Ausſehen geben könnten.

Jetzt aber, fuhr er ſelber erleichtert fort,jetzt, hier von unſerm Freunde und Gönner aufgefordert, mich

über unſere Bedürfniſſe, Wünſche und Hoffnungen frei⸗

müthig zu äußern, thue ich es im Namen meiner Kunſt⸗ genoſſen, in dem ſchönen und feſten Vertrauen, er möge, wie ſeine Einſicht, Menſchlichkeit und ſeine Mittel es ge⸗ ſtatten, geben und verleihen, was er kann und was er will

Wir bedürfen, wie ſchon edle, einſichtsvolle und gefühlswarme Menſchen überall und immer es ausſpra⸗ chen, ohne noch bis jetzt verſtanden oder erhört worden zu ſein, beſtimmter, alljährlich wiederkehrender, ausrei⸗ chender Mittel, mit denen die geiſtreichſten und fleißigſten

Kiünſtler unterſtützt werden, damit ſie ihre erſonnenen Ar⸗

beiten auch beginnen und vollenden können, und damit ihre ſchöpferiſche Thatkraft, anſtatt an den Klippen des bürgerlichen Lebens, Hunger und Sorge, zu zerſchellen,