Teil eines Werkes 
5. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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ſchienen, wie es bei uns in Europa Sitte iſt, wenn wir irgend etwas Feierliches oder Feſtliches vor uns zu haben glauben. Die Inſelbewohner erſchienen dagegen ſämmt⸗ lich, ſelbſt ihren Herrn nicht ausgenommen, in ihrer ge⸗ ſchmackvollen Inſeltracht und erregten dadurch nicht wenig die Aufmerkſamkeit der Beſuchenden, die ſchon glaubten, den Anfang jener in der Reſidenz umlaufenden fabelhaf⸗ ten Gerüchte vor ſich zu ſehen. Allein Alles, was ſie ſahen, hörten und mit nach Hauſe nahmen, war ſo na⸗ türlich, angemeſſen und alle Fabel ertödtend, daß ihre Abſender beinahe unbefriedigt waren, bis ſie endlich zu ihrem Staunen erfuhren, was außerdem zu ihrem und der Menſchheit Wohle daſelbſt beſchloſſen worden war. Als die Berufenen ſich vor der großen Säulenhalle des Künſtlerhauſes verſammelt hatten, führte ſie Joſeph⸗ ſon in das Haus ſelbſt ein. Wir haben ſchon oberfläch⸗ lich erwähnt, daß dieſes Haus in einer parkartigen Umge⸗ bung lag und mit ſeinen beiden dreiſtöckigen Hinterflügeln an den Buchenwald ſtieß. Das geſchmackvolle, aber höchſt einfache Vorder⸗ und Hauptgebäude enthielt die Wohnun⸗ gen der unverheiratheten Künſtler, mehrere Säle und Ver⸗ ſammlungszimmer. In dem nördlichen Flügel wohnten die Mitglieder der Kapelle und hatten auch hier ihren Probemuſikſaal. Viele bequem eingerichtete Wohnungen

für junge Leute ſtanden noch leer. In dem ſüdlichen Flügel wohnten Maler, Bildhauer und andere Gehilfen,