— 166—
dann in den Nebenſaal zurück. Als aber die Geſandten mit ungemein befriedigten Geſichtern ſich zum Verlaſſen des Audienzſaales anſchickten, näherte ſich ein Kammerherr dem Vertreter der nordamerikaniſchen Freiſtaaten und er⸗ ſuchte ihn, zu Seiner Majeſtät zu kommen. 5
Der alſo Berufene folgte dem Befehle ſogleich und fand den König in ſeinem Kabinette, dem er, in ehrer⸗ bietigſter Verbeugung, ſtillſchweigend, wie es das Cere⸗ moniell verlangte, das Beglaubigungsſchreiben ſeines Präſidenten überreichte.
Der König nahm es huldvoll an und legte es auf einen kleinen ſilbernen Tiſch. Dann ſagte er freundlich:
„Die Formen ſind jetzt vorüber, ich bin kein Freund davon. Wir wollen von nun an als Menſchen und Männer mit einander verkehren. Setzen wir uns. Ich begrüße Sie nach langer und bedeutungsvoller Abweſen⸗ heit mit ganzem Herzen wieder im Vaterlande. Sie haben Wort gehalten, haben die Güter gekauft und ſind mein Nachbar geworden. Ich bin Ihnen ſehr dankbar dafür. Noch mehr aber bin ich es Ihnen im Namen des Vaterlandes. Ihre Fregatte iſt angekommen und ſie ſoll ein Meiſterwerk ſein. Darf ich Ihnen meine Geſinnung in vollem Maße ausdrücken?“
„Ew. Königliche Majeſtät haben es bereits mit
—,


