gehen, weil
Reiſe anzußeten geſonnen war, ſo ſollte nach ſeiner Mei⸗ nung ſeint Vermählung auch noch in demſelben Jahre ſtattfinden. Aber ein Brief Waldau's vernichtete alle 3 eſe ſüßen Hoffnungen. Der ergebene Freund ſchrieb iel, in jedem ſeiner Berichte waren die wachſenden Fort⸗ A ſchritte ſeines Fleißes und des Gelingens ſeiner Werke verzeichnet. Man glaubte alſo bald den Ruf erwarten zu können, womit er ſeinen Freund in die Heimath be⸗ rief. Diesmal aber ſtanden in ſeinem letzten Berichte unter vielen anderen Mittheilungen folgende Worte: „— Mein und unſer Aller Wunſch, mein theurer Hutten, Dich noch in dieſem Jahre in unſerer Mitte wie⸗ derzuſehen, kann leider nicht erfüllt werden. Wenigſtens, wenn Du meine dringendſte Bitte erfüllen willſt, bleibſt Du auch dieſen Winter noch wo Du biſt. Und da ich ſehe, zu meiner Freude ſehe, daß Du glücklich biſt, denn alle Deine Briefe ſprechen von einem uvbeſchreiblichen Glücke, welches Du uns freilich nicht näher bezeichneſt, ſo hege ich die Hoffnung, daß Du mir zu Liebe dieſes
Glück noch länger genießen mögeſt. Ich bin unansge⸗
ſetzt für Dich und die Deinigen thätig geweſen, und alle
Freunde baben mit ihren Kräften und Fähigkeiten mich treulich unterſtützt, allein— unſer Werk iſt noch nicht
nach ſeinem tzthum dieſe Feier zu be⸗— it friſ ſchen Lebenskeimen die alte Welt betreten wollte. Und da er noch in dieſem Jahre dieſe


