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„Du mußt Dich ausruhen,“ ſagte er eifrig,„Du biſt in einem Alter, wo Du Dir den Frieden und das Glück der Muße mit allen Genüſſen gönnen mußt, die ich Dir jetzt zu bereiten im Stande bin. Auch finden wir gewiß einen jungen Mann, der, mit friſchen Kräften ausgerüſtet, dieſes Amt einnehmen kann und den wir dadurch glücklich machen. Ich überlaſſe Dir allein die Wahl, Du wirſt gewiß einen erforſchen, der in Deinem Sinne und Deinem Geiſte dieſer Gemeinde vorſtehen kann. Du ſelbſt wohnſt herrlich und vor Allen in den bequemſten Gemächern mei⸗ nes Schloſſes und biſt der Leiter und oberſte Vorſteher aller Wohlthätigkeitsanſtalten, die ich begründen will. Strebe nicht gegen meinen ſüßeſten Wunſch, es iiſt Alles vergeblich, denn ich habe beſchloſſen, diesmal zum erſten Mal in meinem Leben Dir gegenüber Recht zu behalten.“
Der Pfarrer ſchwieg und der dankbare Pflegeſohn nahm ſein Schweigen für Einwilligung an.
„Was fangen wir aber mit dem Kantor an?“ fragte er weiter.„Ich möchte ſo gern ſeinen geheimſten Herzenswunſch erfüllen, wenn ich ihn nur wüßte.
„Ach mein Sohn,“ erwiederte der Geiſtliche,„dieſer ſein geheimer Herzenswunſch iſt ſehr einfacher Art. Frage ihn nachher, ich bin überzeugt, er wird damit keinen Au⸗
5* genblick hinter dem Berge halten.“
Mit dieſen Worten ſtanden ſie auf und begaben ſich in den ihrer harrenden Familienkreis. Des Pfarres glü⸗


