hendes Gefchte Eduards leuchtende Blicke deuteten der Mutter, den Töchtern und den beiden Freunden an, daß Vater und Sohn nicht nur einverſtanden, ſondern auch von ihrer Unterhaltung mehr als befriedigt waren.
Sogleich ſtellte ſich Eduard vor den Kantor, der, ſein ſchwarzes Sammetkäppchen auf dem ergrauten Kopfe, dicke Rauchwolken von ſich blies, denn der Alte war in Verlegenheit; er merkte allen auf ihn gerichteten Blicken an, daß jetzt die Reihe der Frage und Antwort an ihn gekommen wäre.
Eduard lächelte, als er vor dem geliebten Manne ſtiand, dem er ſo viel verdankteeund der ſelbſt ſo einfach und liebenswürdig geblieben, wie er es ſtets geweſen war. In ſeiner hohen Verehrung des zu einem ſo reichen und begabten Manne herangereiften Jünglings war er ſtets in Verlegenheit, ob er ihn Du oder Sie anreden ſollte, und da Alle es merkten und ebenfalls lächelten, wurde er nur noch verlegener.
„Was ſoll's denn?“ fragte er endlich und ſtand auf.
„Zuerſt ſitzen bleiben!“ rief Eduard und drückte ihn wieder auf ſeinen bequemen Seſſel nieder.
„Und nun?“ fragte er, und die Pfeife, ſein ſtete Begleiterin, ging ihm aus.
„Der Vater ſagt mir,“ begann Eduard neckend„Sie wollten hier bleiben, lieber Michel, wenn er ſelbſt mit ſei⸗
5
auf mein Landgut zieht. Iſt das wahr?“


