Teil eines Werkes 
4. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

„Da ſehen Sie die axmen Leute,“ ſagte der Förſter und deutete mit der Hand auf die fliegenden Nachen. „Arbeitſamere, redlichere Menſchen habe ich nie geſehen; ſo fiſchen ſie den ganzen Tag, und in der Nacht rudern ſie mühſam ihre kleine Beute nach den beiden Haupt⸗ ſtädten, mit Aufopferung ihrer Ruhe, um nur das ärm⸗ liche Leben zu friſten und die Steuern zu bezahlen.“

„An wen zahlen ſie denn die Steuern?“ fragte Eduard.„An den Staat?“

„An den Staat und den Beſitzer dieſer Inſel, mein Herr. Dieſer iſt eigentlich ihr Oberhaupt. Und die Steuer iſt für ſie nicht unbedeutend.“

„Wie viele Köpfe ſind es?“

„Ich glaube, achtzig Familien, reich mit Kindern geſegnet.“

„Es iſt gut, ich danke Ihnen! Sollte ich dieſe In⸗ ſel kaufen, was ich beinahe als gewiß annehme, ſo hört ihre Steuer augenblicklich auf.“

„Nein, das müſſen Sie nicht thun,“ belehrte der Förſter.„Eine Steuer muß ſein, ſonſt halten ſie ſich ſelbſt für die Herren und werden übermüthig. Aber ge⸗ ringer, ſehr gering, wenn Sie wollen, kann ſie ihnen auferlegt werden. Und Sie ſprachen vorher von einer kleinen Marine— da eben in Angeſicht des Hafens⸗ Da haben Sie gleich in den Bewohnern jener Inſel Ihre Matroſen und brauchen keine zu preſſen.“