Teil eines Werkes 
3. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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ſtand auf, aber der alte freundliche Thürhüter war nir⸗ gends zu ſehen, überhaupt kein bekannter älterer Diener. Auf dem mit ſchönen kleinen Wandfresken bemalten Flur aber ſtanden mehrere fremde Menſchen, ſcheinbar Scher⸗ gen einer öffentlichen Gewalt, wahrſcheinlich Diener und Handlanger des Rechtes, die ein Gelärm vollführten, daß Eduard, augenblicklich von den gemeinen Geſichtern und ihren gemeineren Ausrufen angeekelt, einen Augenblick ſtehen blieb und verwundert ihrem Treiben zuſah.

.„Was wollen dieſe fremden Geſichter hier!“ dachte deer und warf ſein forſchendes Auge auf eine Geſtalt mit rabenſchwarzem, langem Barte und kupferrothem Geſichte, in deſſen kleinen dunkeln Augen ein unheimliches Feuer blitzte. Die Geſtalt war beinahe von ſeiner Größe und ſchien der Anführer der geſetzlichen Bravo's zu ſein. Als er dieſen gemeinen Menſchen betrachtete, ſah ihn derſelbe gleichfalls an, und wie ſolche Naturen den Blick eines gebildeteren, geiſtigeren, begabteren Weſens nie gut er⸗ tragen können, ſo miſchte ſich auch hier ſogleich der ge⸗

ſetzlichen Handlung die perſönliche, thieriſche Gewalt ein.

„Was wollen Sie hier? Wer ſind Sie?“ ſchrie das kupferrothe Geſicht, indem es noch röther wirde, den jungen Unbekannten an und ſtellte ſich dicht vor ihn, gleichſam um ihm den Weg zur Treppe zur verſperren. Zede naͤhere Berührung mit ſolchen Naturen war dem

aangeborenen Adel Eduards ein Gräuel. Er trat daher

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