Teil eines Werkes 
3. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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hinauf die Menſchen die Lebensleiter ſteigen, um ſo er⸗ bärmlicher werden ſie oft!“

In der Art philoſophirte der thätige, markige Geiſt Eduards, und erſt, nachdem er eine Stunde weit gelaufen war, bemerkte er, daß er zur Rückkehr eben ſo viel Zeit gebrauche, und alsdann die Stunde da ſein werde, in welcher er Judith ſeinen Beſuch verſprochen hatte. Als er hieran dachte und ſogleich zu ihr zu gehen beſchloß, fing ihm das Herz wieder an zu pochen und einige Tropfen überflüſſigen Blutes färbten ſein Tuch. Bald aber hatte er ſich wieder ſattelfeſt gemacht, auch dieſem Unglück, wenn es wirklich da ſei, mit männlicher Stirn, mit gewappneter Bruſt entgegenzutreten, und komme heute, was da wolle, den Schmerz mit feſteſter Ergebung zu ertragen. Dieſer wiederholt gefaßte Entſchluß, dieſer in der Welt wirklich

eriſtirende Widerſtandsgeiſt, der in dem prüfungsreichen

Leben des Menſchen oft allein den Leiden der Seele und des Leibes die größte und einzige Stütze iſt, beſeelte auch unſern Freund, den kräftigen Naturmenſchen, dem der höher entwickelte Geiſt keine materiellen Kräfte geraubt hatte, und gab ihm eine ſolche Fülle widerſtandsfähiger, energiſcher Stärke, daß er in der That wie ein innerlicher Rieſe daherſchritt, der kühn und entſchloſſen, ſein Schick⸗ ſal herausfordernd, aber auch ſogar dem möglichen Unter⸗ gange ſchreckenlos entgegen zu gehen ſchien. Ermelings Haus war erreicht. Das große Thor