Teil eines Werkes 
3. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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und erſt, als er das Geräuſch der erwachenden Stadt hinter ſich hatte, als die friedliche Stille der winterlichen Landſchaft ihn umgab, fühlte er ſich fähig, den in ihm tobenden Schmerz nicht allein zu durchdenken, ſondern ihm auch männlich zu widerſtehen.

„Was kann das Alles helfen!“ dachte er, und ſchritt ſchon langſamer dahin.„Das Hin⸗ und Herſchwan⸗ ken in einem und demſelben Gedanken, in einem und dem⸗ ſelben Wehe führt zu gar Nichts. Damit wird Nichts geändert, Nichts gebeſſert. Was geſchehen iſt, iſt geſche⸗ hen, und man muß es ertragen. Das will ich auch. Alſo Faſſung— Muth— Widerſtand. Schon dieſer Ge⸗ danke allein kräftigt, erhebt, warum nicht die Ausführung deſſelben. So will ich handeln und reden, ſobald ich morgen nach Hauſe komme, oder wenn Ernſt eintrifft. Was geſchehen, iſt zwar ein Unglück, das iſt wahr, aber gibt es nicht noch größere Schickſalswechſel! Die arme Judith, ihr alter Vater— iſt das nicht eben ſo hart und noch härter? Denn dort iſt ja nur das Unglück 8 allein— hier mit dem Unglück auch die Laſt einer mög⸗ licher Weiſe anklagenden öffentlichen Stimme verbunden; Doſſow behält ſeinen Ruf, ſeine Ehre, ſeinen Kredit, wird nur bemitleidet— aber Ermeling, den kann man ſogar beſchimpfen! Beſchimpfen, einen ſo unglücklichen Mann! Pfui über die ſo erbärmliche Welt, und je höher

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