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dieſen Tagen erwartet werden, zuerſt bei Dir erſcheinen, bereite ſie mannhaft auf das traurige Ereigniß vor. Ich ſelbſt habe genug mit den Eltern zu thun, die übrigens beide ihr Schickſal ergeben genug tragen. Auch hat es Gott, der Allmächtige, gegeben, und ſo müſſen wir es hinnehmen und dürfen nicht murren. Ob Du unter die⸗ ſen Umſtänden Luſt haben wirſt, hierher zu kommen, überlaſſe ich Deinem Ermeſſen. Ich ſchreibe dies in gro⸗ ßer Eile. Wir Alle ſind geſund.
„Dein
„getreuer Pflegevater „Heinrich Wollzagen.“
Eduard ließ den Brief zur Erde fallen. Das Blut ſtieg ihm aus dem übervollen Herzen in den Kopf, er bekam Naſenbluten.
„Großer Gott!“ oachte er,„iſt ſo der Anfang des heutigen Tages ſchon— wie wird dann das Ende ſein!“
Er war auf das Tiefſte erſchüttert. Raſch kleidete er ſich an, ohne zu wiſſen, wohin er gehen ſollte. Aber er bedurfte einer ſtarken Bewegung in der kalten Luft, um der inneren, hämmernden Schmerzensregung ein klei⸗ nes Gegengewicht zu ſchaffen. Schnell lief er ein paar Straßen auf und nieder; er ſpürte die Kälte gar nicht, die alle Menſchen blitzſchnell an ihm vorüberführte. So kam er an das nächſte Thor, betrat Gottes freie Natur,


