telt,“ ſetzte Judith das Geſpräch fort.„Sie haben ſie weg niuſicirt, wir haben auch eine darauf und können ſie nur fortplaudern. Hören Sie, mein Herr? Wo haben Sie Ihre Gedanken?“
„Ich höre, ich höre, Judith, mit hundert Ohren. 4
„Nur mit zweien, wenn ich bitten darf. Das ge⸗ nügt. Haben Sie das Bild Ihres Freundes geſehen?“
„Welches Bild und welchen Freundes⸗ Alle haben ſo viel gemalt.“
„Ich meine das, wovon alle Welt ſpricht. Das vertriebene Königsgeſchwiſterpaar von Lambeck.“
„Ah das! Ja, ich habe es geſehen. Es iſt ſehr gut. Aber es iſt mir lieb, daß Sie mich daran erin⸗ nern. Es iſt ein Diebſtahl darin.“
„Ja, man hat einen Thron geſtohlen!“
„Den meine ich nicht. Man hat uns ſelbſt ge⸗
ſtohlen.“
„Ach, uns meinen Sie! Freilich, das iſt auch ein Diebſtahl. Der hat aber wenig zu bedeuten.“
„So? Man wird in Geſellſchaften mit Fingern auf uns zeigen. Das ſind die Enterbten, wird man ſagen.“
„Wenn man Gefallen daran findet, warum nicht?
Es ſind die königlichen Geſchwiſter, kann man auch
ſagen.“ „Wenn Sie es ſo nehmen, bin ich zufrieden!“ erwi⸗
derte Eduard und lächelte wieder ſo heiter, wie er früher


